Erbfolgenachweis gegenüber der Bank

Grundsätzlich ist der Erbe nicht verpflichtet, sein Erbrecht durch Vorlage eines Erbscheins nachzueisen. Er kann das auch in anderer Form, z.B. durch Vorlage eines notariell beurkundeten Testamentes nebst gerichtlichem Eröffnungsprotokoll tun. Ungeachtet dessen verlangen zahlreiche Banken unter Verweis auf ihre allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) die Vorlage eines Erbscheins.

Das OLG Frankfurt a.M. hat nun in einem Urteil vom 10.06.2011 entschieden, dass eine Bank, die sich mit der Vorlage eines öffentlichen Testamentes begnügt und daraufhin Verfügungen über den Nachlass trifft, nicht zum Schadensersatz verpflichtet ist, wenn das vorgelegte öffentliche Testament auf einen Erbvertrag bezug nimmt, der eine abweichende Erbeinsetzung vorsah. Das Gericht meint, dass in diesem Fall von der Bank im Tagesgeschäft keine umfangreiche Auslegung eines Erbvertrages verlangt werden könne.



Eingestellt am 27.01.2012 von T.Bruns
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