Erbschaftssteuer für eigengenutzte Immobilie - wer ein Haus erbt, muss sich beeilen !

Eine von den Eltern geerbten Immobilie bleibt nur vorübergehend von der Erbschaftsteuer befreit. Nach einem Urteil des Bundesfinanzhofes (BFH Az. II R 37/16) müssen die Kinder in der Regel innerhalb von sechs Monaten in das Familienheim einziehen.

Der Kläger hatte nach dem Tod seines Vaters das zuletzt nur noch von diesem bewohnte elterliche Zweifamilienhaus geerbt. Beim Finanzamt beantragte er eine Befreiung von der Erbschaftsteuer. Dies ist laut Gesetz möglich, wenn ein Familienheim „unverzüglich zur Selbstnutzung zu eigenen Wohnzwecken bestimmt ist“. Das Finanzamt versagte die Steuerbefreiung. Der Sohn habe das Haus nicht „unverzüglich“ selbst genutzt.

Dem folgte nun der BFH. Der Sohn habe erst mehr als zwei Jahre nach dem Tod seines Vaters Angebote von Handwerkern eingeholt und erst dann mit der Renovierung begonnen. Als Grenze für die Selbstnutzung setzten die obersten Finanzrichter einen Zeitraum von sechs Monaten fest. Danach muss das erbende Kind darlegen, warum es noch nicht in dem Haus wohnt. Grund können etwa bauliche Mängel sein, die die Renovierungsarbeiten verzögern. Generell haben Kinder bei der Erbschaftsteuer ohnehin einen Freibetrag von jeweils 400.000 €.



Eingestellt am 18.05.2020 von T.Bruns
Trackback

Kommentar hinzufügen:

Ihr Kommentar wird nach Überprüfung veröffentlicht.
Ihre persönlichen Daten werden nicht angezeigt.
Ihr Name:
Ihr Kommentar:
Registrieren: E-Mail Benachrichtigung bei neuen Kommentaren.
Registrierte Nutzer können Benachrichtigungen per Email
anfordern, unseren Newsletter abonnieren und weitere
Informationen erhalten.
Spamschutz: Bitte geben Sie die Zeichen auf dem Bild ein.
Neu laden

Wie viele Zeichen befinden sich im Bild?


Bewertung: 0,0 bei 0 Bewertungen.
Wie hilfreich fanden Sie diese Informationen?
(1=wenig hilfreich, 5=sehr hilfreich)