OLG München: Nachweis der Erbfolge bei zweifelhafter Testierfähigkeit des Erblassers

Das OLG München hat am 31.10.2014 (Az. 34 Wx 293/14) entschieden, dass im Fall des Nachweises der Erbfolge bei zweifelhafter Testierfähigkeit des Erblassers durch notarielles Testament anstelle eines Erbscheins von der Testierfähigkeit des Erblassers auszugehen ist, wenn mehrere sachverständige Befunde, die im zeitlichen Zusammenhang mit der Errichtung
der letztwilligen Verfügung erstellt worden sind, zu dem Ergebnis gelangen, dass die Geschäfts- bzw.Testierfähigkeit zu bejahen oder zumindest nicht zweifelsfrei verneint werden kann.
Das Grundbuchamt kann in diesem Fall nicht mit der Begründung, es sei nicht zweifelsfrei nachgewiesen, dass der Erblasser testierfähig gewesen sei,einen Erbschein verlangen.


Eingestellt am 04.04.2015 von T.Bruns
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