3. Das Grundbuchamt

Sofern sich im Nachlass Immobiliarvermögen befindet, muss eine Berichtigung des Grundbuches herbeigeführt werden. Dieses ist mit dem Tod des ursprünglichen Eigentümers unrichtig geworden, denn an seine Stelle sind der oder die Erben des Erblassers getreten. Diese müssen nun gegenüber dem Grundbuchamt, eine Abteilung des Amtsgerichtes, in dessen Bezirk die Immobilie liegt, nachweisen, dass sie Rechtsnachfolger des Erblassers geworden sind. Dieses kann gemäß § 35 GBO auf zweierlei Art und Weise geschehen: entweder durch die Vorlage eines Erbscheines gemäß § 2353 BGB oder § 2369 BGB (§ 35 Abs.1 S.1 GBO) oder ausnahmsweise durch Vorlage einer öffentlichen Urkunde einer Verfügung von Todes wegen, also einem notariellen Testament oder einem Erbvertrag, mitsamt dem gerichtlichen Eröffnungsprotokoll; § 35 Abs.1 S.2 GBO. Beides muss im Original oder in beglaubigter Abschrift vorgelegt werden.

Das Grundbuchamt prüft lediglich die formelle Wirksamkeit der eingereichten Urkunden und nimmt dann die beantragte Änderung im Grundbuch vor, womit das Grundbuch wieder richtig wird. Grundsätzlich fallen für die Eintragung eines neuen Eigentümers im Grundbuch Gebühren an. Wird die Eintragung jedoch binnen zwei Jahren seit dem Erbfall beantragt, geschieht dieses, ohne dass Gebühren erhoben werden.

4. Das Handelsregister